bookmark_borderSpendenaktion „Osterdeko“ des Kirchen-Gemeindeteams St. Michael in Weingarten (Baden)zu Gunsten des Vereines Christliche Sambiahilfe e.V.

In der

Spendenaktion „Osterdeko“ des Gemeindeteams St. Michael  zu Gunsten des Vereines Christliche Sambiahilfe e.V.

Die diesjährige Osteraktion des Gemeindeteams St. Michael Weingarten lief unter dem Motto Häschen-Schule für Bildung. So wurden viele handgefertigte Hasenmotive aus Holz und Stoff, die hauptsächlich von Mitgliedern der Kolpingsfamilie hergestellt wurden, auf dem Weingartner Wochenmarkt vor Ostern angeboten.

Als Vorsitzender des Vereins Christliche Sambiahilfe habe ich mich sehr gefreut, dass die Spendenaktion zu Gunsten des Vereins vorgesehen war. Das war nicht selbstverständlich, da zur Zeit Spendenaufrufe zu Recht für die Unterstützung ukrainischer Flüchtlinge im Vordergrund steht.

Darüber dürfen jedoch andere Länder, die ebenfalls unserer Hilfe bedürfen, nicht vergessen werden. In vielen afrikanischen Ländern leidet insbesondere die Bevölkerung mit geringem Einkommen unter vielfältigen Preiserhöhung wie Weizen, Düngemittel, Energie usw. Das für die Bildung von Kindern hart erarbeitet Geld, steht dann oft nicht mehr zur Verfügung.

Was ist und fördert unser Verein „Christliche Sambiahilfe“?

Wir sind ein kleiner Verein, der vor 22 Jahren von Herrn Schlottmann gegründet wurde.  Herr Schlottmann arbeitete 3 Jahre in Sambia, im Aufbau von neuen Siedlungen für die Tongas, einem Stamm, der am Sambesi Fluss lebte, und durch die Flutung nach dem Bau des Kariba- Staudammes verlegt werden musste.

Der Verein arbeitet ausschließlich mit der United Church of Zambia (UCZ) zusammen, einer Vereinigung der evangelischen, anglikanischen und Teile der methodistischen Kirchen. Der gemeinsame christliche Glaube schafft Verbundenheit, und die handelnden Personen sind sich ihrer Verantwortung bewusst, der zukünftigen Generation eine Chance zu geben.

Unsere Zweckbestimmung: Wir finanzieren Gebäude für die von der UCZ betriebenen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Gemeindezentren. Gebäude, die für die wachsende Bevölkerung, insbesondere auf dem Land, dringend gebraucht werden. So werden der Bau von Klassenräumen aber auch Unterkunftshäuser an den Internatsschulen für Jungen und Mädchen unterstützt.

Unsere Vorgehensweise: Wir wählen die von der UCZ vorgeschlagenen Projekte aus und schließen einen Vertrag mit der Institution vor Ort ab. Wir finanzieren die Baumaterialen bis zu einem Höchstbetrag von 25 000 Euro. Errichtung und Bauleitung erfolgt durch die Institution selbst z.B. durch die Schulleitung in Zusammenarbeit mit der zugehörigen Gemeinde.

Kontakte: Jedes Jahr fährt eine deutsche Delegation nach Zambia, besucht in Ausführung befindliche Projekte und schließt neue ab. Wir haben eine Vertretung in Sambia vor Ort, die die Finanzierung je nach Baufortschritt freigibt, das Monitoring betreibt und die Kontakte zu den Einrichtungen pflegt.

So wurden bis jetzt circa 50 Gebäude erfolgreich finanziert mit einer Bauzeit von durchschnittlich 1,5 Jahren. Weitere Informationen auf unserer Website www.sambiahilfe.de

Ein Dank an Herrn Wagner, Vorsitzender der Kolpingfamilie für die Initiative, den vielen Akteuren der Katholischen Gemeinde für die Arbeit der Vorbereitung und Begleitung der Aktion Osterdeko zu Gunsten der Christlichen Sambiahilfe.

  

Von links nach rechts: Rebecca Bohr, Wolfgang Pfeifer, Vereinsvorsitzender Christliche Sambiahilfe; Herr Beha, Herr Pfarrer Mayerhof, Herr Bürgermeister Benzinger

bookmark_borderVereinstermine im Jahre 2022

Unter „Aktuellem“ werden wir in Zukunft circa alle 4 Monate über aktuell anstehende Termine und Ereignisse berichten.

Spendenbescheinigungen: Alle Spendenbescheinigungen für das Jahr 2021 wurden bis Ende Januar verschickt. Danke an alle Spender und Sandra Ludwig, die die Aufgabe der Ausstellung der Spendenbescheinigungen als Kassenwartin übernommen hat. Die Kassenlage ist stabil, wir können alle laufenden und mindestens ein neues Projekt in diesem Jahr finanzieren

Jubiläumsfeier am 22.Mai 2022: Die Jubiläumsfeier haben wir abgesagt. Die Unsicherheit, wie die Corona-Situation im Mai sein wird, macht es uns nicht möglich, schon jetzt kostenpflichtige Vorbereitungen anzugehen. Wir werden einen erneuten Anlauf für ein 25-jähriges Jubiläum im Jahre 2025 nehmen.

Delegationsreise nach Sambia im Mai 2022. Die diesjährige Delegationsreise wird durch den stellvertretenden Vorstand Dr. Axel Sperber Anfang Mai durchgeführt. Zwei weitere Personen und Ulrich Schlottmann, unser Vereinsgründer und Ehrenvorsitzender, werden mitreisen. Es werden u.a. die in Ausführung befindlichen Projekte, der Schlafsaal für Mädchen in Kanschindu (am Kariba-Stausee) und die Geburtsklinik der Lubwa-Mission in Chinsali, besucht.

Fünfzig jähriges Jubiläum der Gemeinde Ahnatal am 18.06.2022: die Gemeinde Ahnatal, Sitz unseres Vereines, feiert ihr 50 zig jähriges Jubiläum. Wir werden in der Vereinsbroschüre und mit einem eigenen Informationsstand vertreten sein.

Vortrag zu Sambia am 4.11.2022 in Kassel: Für die Spenderinnen und Spender in Kassel werden wir eine Informationsveranstaltung anbieten mit dem Thema „Entwicklungszusammenarbeit Sambia, wie lässt sich unser Engagement als Verein hier einordnen“. Sie wird im Katharina-von-Bora Haus der Kirchengemeinde Welheiden stattfinden. Programm und Einladungen werden rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Mitgliederversammlung am 5.11.2022 in Ahnatal im Gemeindehaus der Kirchengemeinde Weimar:

Einladungen erfolgen fristgerecht.

bookmark_borderSintflutartige Regenfälle in Sambia

Ab 11. Januar 2022 setzten sehr starke Regenfälle ein, als Auswirkung des Sturmes Anna über dem Indian Ozean. Betroffen war der Südosten. Die Regionen Choma, Kalomo, Namwala, Monze in der Südprovinz zwischen Lusaka und Livingstone waren besonders betroffen. Teilweise wurden ganze Dörfer weggeschwemmt, viele Personen wurden Obdachlos. Betroffen sind vor allem die Farmer, deren schon aufgehende Saat an Mais weggeschwemmt wurden.

Ähnlich schwere Regenfälle gab es in der Ost Provinz, ausgelöst durch Stürme über dem Atlantischen Ozean.

Nach langen Trockenjahren kämpfen die Menschen in Zambia jetzt mit dem anderen Wetterextrem. Bleibt zu hoffen, dass die Ausbringung der zweiten Saat eine gute Ernte erbringt.

Für mehr Informationen:

bookmark_borderPfarrhaus in Gwembe eingeweiht

Am 21.Januar 2022 wurde das Pfarrhaus in Gwembe in einer Feierstunde an die Gemeinde übergeben. Mit den letzten Anschlussarbeiten für Strom und Wasser ist das Gebäude nach fast dreijähriger Bauzeit bezugsfertig. Zu diesem Anlass sind der Synod Bischof der UCZ, der General –Secretary, der Bischof von Choma zu dessen Presbytery die Gemeinde Gwembe gehört und unser CAZ Vertreter in Sambia, angereist.

Die Gemeinde hat nun einen Pfarrer vor Ort, der jederzeit für die Belange der Kirchenmitglieder und vor allem für die Kinder und Jugendlichen erreichbar ist.

Das Pfarrhaus am Tag der Übergabe
von links nach rechts: der Pfarrer, der CAZ-Vertreter, UCZ General Secretary und der Synod-Bischof

bookmark_borderFrohes Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2022

Jesus im Gespräch am Brunnen (Johannes 4,1ff) Emmanuel Nsamar, Sambischer Künstler

Ich bedanke mich bei Allen Ehrenamtlichen, Mitglieder und Spender*innen die dieses Jahr mitgewirkt haben , dass der Verein erfolgreich gewirkt hat. Zwei Projekte die Krankenstation der Jagimo-Klinik und das Pfarrhaus Masansa konnten fertig gestellt werden und wurden feierlich übergeben.

Zwei neue Projekte, eine Geburtsklinik der Lubwa- Mission und ein Wohnheim für Pfleger*innen wurden aufgelegt. (siehe Projekte)

bookmark_borderProjektreise nach Sambia vom 24.09.2021 bis 12.10.2021

Aus Pandemiegründen fiel die vorgesehene Delegationsreise 2020 aus. Wir konnten Ende 2019 die Verträge für zwei Projekte, das Pfarrhaus in Mansana und ein Gebäude für eine Geburtsabteilung an der Jagaimo Klinik in Maheba nördlich von Solwezi, abschließen. Die beiden Projekte sind fertig gestellt und ihrer Bestimmung übergeben. 2021 wurden von der United Church of Zambia (UCZ) zwei neue Projekte vorgeschlagen:

  • ein Unterkunftsgebäude für in Ausbildung befindliche Pflegekräfte am Nursing College in Mbereshi im Nordwesten
  •  ein Gebäude für eine Geburtsabteilung an der Lubwa Mission-Clinic in Chinsali im Nordosten.

Das weitere Vorgehen mit Erstellung der Projektdokumentation stockte. So waren Gespräche mit der UCZ-Synode und Besuche der zu fördernden Einrichtungen erforderlich.

Die Lage in Sambia hat sich nach der Präsidentenwahl im August stabilisiert, die Covidinfektionsraten sind stark zurückgegangen. Mit der Wahl gab es einen Wechsel: Die Partei Patriotic Front (PF) mit dem Präsidenten Edgar Lungu verlor die Wahl. Neu gewählt wurde Hakainda Hichilema (HH genannt) von der United Party for National Development (UPND) mit deutlichem Vorsprung von 60% aller abgegebenen Stimmen. Es ist eine große Aufbruchsstimmung in Sambia zu spüren mit großen Erwartungen an HH, die Wirtschaft zu stabilisieren und die Korruption zu bekämpfen. Wieder einmal hat Sambia ein Zeichen gesetzt, als ein demokratisches Land die Transformation zu einer neuen Regierung friedlich zu gestalten. Die Pandemie hat Sambia ab Mai hart getroffen, seit Anfang September ist sie im Abklingen. So waren die Voraussetzungen gegeben, eine Projektreise nach Sambia durch den Vorsitzenden Wolfgang Pfeifer durchzuführen.

Die Kontakte zur UCZ-Synode wurden aufgefrischt, das Pfarrhaus in Masansa wurde in einer feierlichen Zeremonie übergeben, und die Verträge über zwei neue Projekte vor Ort in Chinsali und Mebereshi abgeschlossen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier

bookmark_borderWahlen in Sambia am 12.08.2021

Der Wille zu einem Politikwechsel war überwältigend!“

Zum dritten Mal in der Geschichte Sambias kommt es in diesen Tagen zu einem demokratisch legitimierten Machtwechsel. Viele Beobachter hatten das erwartet, aber keineswegs so eindeutig, wie es dann in der Wahl am 12. August geschah. Schon den Urnengang 2016 hatte der amtierende Präsident Edgar Lungu von der Patriotic Front (PF) nur mit äußerst knappem Vorsprung vor seinem Herausforderer Hakainde Hichilema von der United Party for National Development (UPND) für sich entschieden. Von Wahlbetrug war damals die Rede, von unfairen Chancen im Wahlkampf, von Einschüchterungen durch marodierende PF-Anhänger. Der Herausforderer, von seinen Anhängern nur „HH“ genannt, wurde nach der Wahl wegen erfundener Vorwürfe für vier Monate inhaftiert.

Präsident Lungu machte in den folgenden Jahren keine Anstrengungen, das tief gespaltene Land wieder zusammenzuführen, im Gegenteil, er spielte mit ethnischen Ressentiments und verbitterte damit all jene, die nicht zur „richtigen“ Volksgruppe gehörten. Klientelpolitik, Korruption und ein zunehmend autokratischer Stil wurden Markenzeichen der Regierung Lungu. Schließlich geriet das Land durch überbordende Schulden Anfang des Jahres in die Zahlungsunfähigkeit und in eine tiefe Wirtschaftskrise.

Die Wechselstimmung war handgreiflich. Zwar versuchte Edgar Lungu, dem Herausforderer den Wahlkampf zu erschweren, etwa durch Reisebeschränkungen oder Versammlungsverbote. Corona war ihm hier ein willkommenes Argument. Aber er hatte wohl doch die Mobilisierungskraft der UPND unterschätzt. Am Wahltag waren im ganzen Land lange Schlangen vor den Wahllokalen zu beobachten, manche Stationen mussten bis zum nächsten Morgen geöffnet bleiben, um den Andrang zu bewältigen. Die Wahlbeteiligung war denn auch mit über 70 % enorm und deutlich höher als noch vor fünf Jahren.

Das Ergebnis spricht denn auch Bände: 59 % für Hakainde Hichilema gegen nur 38 % für Edgar Lungu. Über 20 % Vorsprung oder in Wählerstimmen: fast eine Million mehr für HH. Dadurch, dass er mit mehr als der Hälfte der Stimmen gewählt wurde, erübrigt sich auch ein zweiter Wahlgang. Das Ergebnis wurde am 16. August amtlich verkündet.

Die bange Frage war nun nur noch, ob der Unterlegene seine Niederlage eingestehen würde. Ein wenig zögerte er noch, sprach seinerseits von Wahlbetrug, was allerdings aus Sicht einer Regierungspartei recht unglaubwürdig klang. Schließlich die Erleichterung, als Lungu in einer kurzen Ansprache das Ergebnis akzeptierte und eine geordnete Amtsübergabe zusicherte. Im Lande wurde und wird enthusiastisch gefeiert, hier und da kam es zu kleineren Übergriffen der einen oder der anderen Anhänger, aber insgesamt blieb es doch friedlich, mehr noch: Aufbruchsstimmung ist zu spüren.

So groß die Freude bei der Mehrheit im Lande und natürlich bei den Wahlsiegern ist, es sind nun doch erhebliche Herausforderungen zu bewältigen. Zum einen muss das gespaltene Land wieder geeint werden. In einer ersten Pressekonferenz betonte der neue Präsident denn auch seinen Willen zu Überparteilichkeit und Versöhnung. Ebenso schwierig werden sodann die Gespräche mit den internationalen Gläubigern, allen voran mit dem Internationalen Währungsfond. In seinem Wahlkampf hatte HH vor allem seine Wirtschaftskompetenz hervorgehoben. Der 59-Jährige ist das, was man einen „Self-made-man“ nennen könnte. Aus einfachsten Verhältnissen kommend, hat er sich nach oben gearbeitet, Schule, Universität mit Schwerpunkt Wirtschaft. Internationale Erfahrung in verschiedenen Firmen bringt er mit ebenso wie eigene aus seinen Unternehmen. Hakainde Hichilema gilt als der reichste Mann Sambias. Viele hoffen nun, dass er die Kompetenz, die ihm zu diesem rasanten Aufstieg verholfen hat, nun auch zum Wohl des Landes einsetzen wird. HH geht jedenfalls mit einem großen Vertrauensvorsprung an den Start. In fünf Jahren werden die Wähler bewerten, ob er die Hoffnungen erfüllen konnte.

siehe auch Artikel in der FAZ

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-08-17/16382d29c8898389bf539b28f21b4815?GEPC=s5

bookmark_borderDer erste Präsident Sambias Mr. Kaunda ist gestorben

Vor drei Wochen ist Sambias erster Präsident, Kenneth Kaunda, im Alter von 97 Jahren verstorben. Volker Seitz, langjähriger Botschafter in verschiedenen afrikanischen Staaten und Verfasser des Bestsellers „Afrika wird arm regiert“, hat dazu einen Nachruf geschrieben, der hier zu lesen ist:

https://www.achgut.com/artikel/sambias_erster_praesident_gestorben

bookmark_borderWo steht Sambia heute in der weltweiten Pandemie

von Wolfgang Pfeifer

23.02.2021

Mit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 hat Sambia sehr schnell reagiert und einen Lockdown angeordnet, der später wieder aufgehoben bzw. gelockert wurde. Nach der Statistik der WHO hatte Sambia sehr geringe Infektionsraten, die zurzeit, bedingt durch die Südafrikanische Viren-Mutation, wieder ansteigen. Die Dunkelziffer kann aber sehr hoch sein, da wenig Testmöglichkeiten bestehen und Todesfälle anderen Ursachen zugeschrieben wird.

Die Corona Krise hat das Land schwer getroffen. Zum einen sind die Kupferpreise weltweit gesunken, was zu geringeren Exporteinnahmen führte. Zum anderen sind Mehrausgaben für die Corona -Bekämpfung notwendig. Verschärft hat sich die Situation im November 2020, als Sambia als eines der ersten afrikanischen Länder seine Schuldenzahlungen ausgesetzt hat. Dies führt zu geringeren Investitionen und in der Folge zu weniger Beschäftigung sowie zur Reduzierung der Staatsausgaben für die wichtigen Bereiche Erziehung und Gesundheit. Hinzu kommt die hohe Korruption, die öffentliche Gelder fehl leitet. Der Tourismus ist ebenfalls eingebrochen. Die vielen attraktiven Nationalparks fallen damit als Arbeitgeber, insbesondere für die Landbevölkerung, aus.

Erschwerend kommt hinzu, dass im August 2021 Präsidentschaftswahlen anstehen. Edgar Lungu wird versuchen, auch wenn dies verfassungsmäßig umstritten ist, für eine weitere Amtszeit anzutreten. In Wahlkampfzeiten sind Sparmaßnahmen nicht gerade populär. So ist zu befürchten, dass dies erst der Anfang einer tiefen Finanz- und Wirtschaftskrise in Sambia ist, die sich noch verschärfen wird.

Sambia gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. 58% leben nach Angaben der Weltbank unter der Armutsgrenze d.h. sie verfügen über weniger als 1,9 US-Dollar pro Tag. Während in der Hauptstadt Lusaka das Leben scheinbar ungestört weiter pulsiert, leidet vor allem die ländliche Bevölkerung wo informelle Arbeitsmöglichkeiten wegfallen. Die Inflationsrate beträgt gegenwärtig circa 20%. Damit steigen die Preise für importierte Lebensmittel, Benzin und Dienstleistungen, und sind für einen Teil der Bevölkerung nicht mehr bezahlbar.

Wie uns aus Sambia berichtet wurde, sind die Schulen zwar geöffnet, aber die Anzahl der Kinder pro Klassenzimmer musste reduziert werden. Dies führte zur Einführung eines Wechselunterrichtes, mit stark reduzierter Stundenanzahl. Unterricht fällt aus bzw. ist reduziert, da nicht genügend Klassenräume zur Verfügung stehen. In einer Klasse wurden vor Corona oft mehr als 60 Kinder unterrichtet. Erschwerend kommt auf dem Land noch hinzu, dass durch fehlende Elektrizität kaum Fernseher und Computer vorhanden sind, um die angebotenen Online- Plattformen zu nutzen.

Die Haupteinnahmequelle auf dem Land ist die Subsistenz-Landwirtschaft. Die Situation in Sambia ist durchwachsen, da Regenzeit und Trockenzeit durch den Klimawandel sich nicht mehr, wie gewohnt, zu verlässlichen Zeiten abwechseln. So können Aussaaten und Ernte nicht rechtzeitig aus gebracht bzw. eingebracht werden. Zurzeit werden die versprochenen Düngemittel nicht wie versprochen ausgeliefert. Dies führt zusätzlich dazu, dass Ernten häufig nicht mehr die Ernährung einer Familie sicherstellen. Dieses Jahr ist genug Regen gefallen, man hofft, dass keine Starkregen mehr kommen die die Ernte vernichten würde.

Was kann unser Verein hier tun? Mit dem Bau von Gebäuden fließt Geld für Materialien und Beschäftigung örtlich zu, zum anderen werden durch die geförderten Projekte ein Beitrag geleistet der jungen Bevölkerung eine Chance auf Schulerziehung und Unterkunft zu ermöglichen. Durch engen Kontakt mit der United Church of Zambia (UCZ) werden wir die größten Nöte abfragen um gezielt zu helfen.

Weitere Info

https://zeitung.faz.net/faz/wirtschaft/2021-02-26/f70f064a4f3cb25ebc8856647917297f?GEPC=s5